Die Schöpfungsgeschichte...

Aus den Cayce-Records. aus EDGAR CAYCEs Bericht von Ursprung und Bestimmung des Menschen.
Goldmann-Taschenbuch ISBN 3-442-11804-2 || 6/88-5.Auflage || Originalverlag: Edgar Cayce Foundation ||  http://www.edgarcayce.org/

Edgar Cayce – Wikipedia



"Für die Analyse und das Selbstverständnis des Menschen ist es gut zu wissen, woher er kam und wohin er gehen wird"

EDGAR CAYCE

Am Anfang war der Allgeist; ein unermeßliches Meer voll von geistiger Potenz, voll von bewußter Schöpferkraft, erfüllte er allen Raum, alle Zeit. Allwissenheit, Allmacht, Allgegenwart waren der Ursprung, waren der Erste Grund der allumfassenden Macht. Das war das Ganze, das Wesen des Lebens, der ICHBIN-DER-ICH-BIN. Das war der ewige Gott.
Gottes Wesen barg alle Schöpferkräfte, alle Grundformen des Seins entstammen IHM, dem EINEN, dem ERSTEN GRUND. Alle Zeit, aller Raum, alle Kraft und alle Materie sind eins und gründen im Gesetz von Anziehung und Abstoßung, den positiven und negativen Mächten, die das Universum bewegen. Diese Bewegungen, die Schwingungen in seinem innersten Gefüge, sind die Manifestation des Schöpfers. Aus all der unbewußten Aktivität, aus den Ansammlungen von positiven und negativen Kräften erwuchs die Schöpferkraft. Atome und Moleküle, Zellen und vielerlei wandlungsfähige Materie entstanden; aber das Innerste blieb unverwechselbar dasselbe, der EINE. Nur die Form seiner Erscheinung wechselte, nicht seine Identität mit dem ersten Grund.

Der zweite Grund war die Begierde: das Verlangen nach Selbstverwirklichung, das Verlangen, selbst schöpferisch zu wirken, das Ver.langen nach Gemeinschaft. Der Geist geriet in Bewegung und schuf, aus sich seI bst heraustretend, eine gesonderte Schwingung, eine weitere Lebensäußerung. So gelangte in das Meer friedlicher und harmonischer Schwingungen Amilius, das Licht. Dieser erste Impuls der göttlichen Kraft, die erste Verkörperung, der erste Sohn aus der Quelle des Geistes, wurde es als leuchtender Gedanke geschaffen, als Idee geboren. Das geschah am ersten Schöpfungs tag.
Notwendigerweise war Amilius mit freiem Willen und Vernunft begabt, sonst wäre er -weil innerhalb des Ganzen -auch abhängig vom Willen des Ganzen geblieben. Obgleich ein Teil der Quelle und mit ihr sich identifizierend, war er, herausgelöst als Wesenheit, seiner eigenen Individualität schon bewußt, während er noch eins war mit dem Geist des Schöpfers und dessen Plan.

Es war Amilius, der den Eintritt anderer Seelen in diese geistgeprägte Welt bewirkte denn alle Seelen waren am Anfang geschaHen worden; später wurde keine mehr geschaHen. Durch ihren freien Willen und ihre Vernunft existieren sie als Kinder im Stande der Vollkommenheit, in voller Harmonie mit dem göttlichen Willen ihres Ursprungs. Unzählbar waren diese geschlechtslosen Erscheinungen des Geistes, waren makellose Abkömmlinge eines gütigen Vaters und erfreuten sich eines wahrhaft durchgeistigten Lebens in einer rein geistigen We1t. Völlig übereinstimmend mit dem höchsten Willen wie Amilius wares ihnen bestimmt, die Gefährten des Vaters zu sein; als Teile des Ganzen, jedoch als selbstbewußte, einzelne und unabhängige Wesenheiten. Seit sie freien Willen besaßen, unterschieden sich Denken, Verhalten, ja jede Äußerung jeder dieser Wesenheiten geringfügig von denjenigen aller übrigen. So gelang jeder dieser Einzelseelen die Selbstverwirklichung, und jedes Motiv wurde zu einem Teil der jeweiligen Wesenheit. Ein Gedanke führte zu anderen, eine Erfahrung hatte weitere Erfahrungen zur Folge, bis jede dieser noch nicht inkarnierten Seelen ihre eigene besondere Individualität, ihren besonderen Charakter ausgebildet hatte. Auf diese Weise wurde die Aktivität, das Denken, Fühlen und Wollen jeder dieser geistigen Wesenheiten als Seelen-Aufzeichnung protokolliert. Und was jede von ihnen dachte, wurde allmählich Wirklichkeit.

Aber jeder Gedanke und jede Tat wurden nicht nur in der Seele der Wesenheit aufgezeichnet, sie wurden auch dem Zeit und Raum durchmessenden Strang der Akasha-Chronik eingeprägt. Diese ist uns auch als der »Engel des Berichts« oder als das »Buch des Lebens« bekannt, dem nichts entgeht, denn von Urbeginn an wird hier im Strom von Raum und Zeit jede Bewegung aufgezeichnet.
Nicht lange jedoch stimmte der Wille dieser Seelen mit dem Willen ihres Ursprungs überein. Fasziniert von der Macht ihrer eigenen schöpferischen Persönlichkeit begannen sie zu experimentieren. Begierden und Selbsterhöhung gebaren das Zerstörerische, das sich gegen das Gute wandte, gegen Gottes Willen. Durch übersteigerung ihres Willens und ihrer Unabhängigkeit entstand ihr Egoismus. Das war die Abkehr vom Willen Gottes, die zum Abfall führte, zur Trennung, und die den Stand der Vollkommenheit beendete. Dies war der Aufstand der Engel oder der Sündenfall des Menschen.
Als sich die Seelen zugunsten ihres eigenen Willens vom Willen ihres Schöpfers abwandten, trennten sie sIch zugleich für eine weit in die Zukunft reichende Zeit von ihrer natürlichen geistigen Heimat. Die Verbindung war durch ihre eigene Entscheidung zerrissen worden, und nur durch ihre eigene Entscheidung konnte sie wieder neu geknüpft werden. Da war keine Umkehr; der Stand der Vollkommenheit, der doch ein Rech t ihrer Geburt war, wurde nicht zurückgewonnen. Eine selbst verursachte Evolution hatte begonnen. Sie entfernten sich immer weiter und weiter vom göttlichen Willen, bis sie nicht mehr auf Rückkehr hoffen konnten, auf eine Heimkehr in ihre natürliche Heimstatt.

Amilius aber hatte erkannt, was geschehen war. Es wurde ein Plan entworfen, der helfen sollte, die verirrten Seelen aus ihrer unglücklichen Lage zu befreien. Durch sein Eingreifen nahm er freiwillig die Bürden der kommenden Welt auf sich eine Aufgabe von überwältigender Größe. Das war das erste von vielen Opfern übereinstimmend mit dem Plan vollzog sich innerhalb des Seins die Verstofflichung; denn nun war Materie unentbehrlich, um durch den Zustand der Verkörperung die Abspaltung vom Geist zu veranschaulichen, damit die Seelen sich ihres Falles bewußt werden konnten, obwohl die Erde nicht nur für den Menschen geschaffen war. Die Sonnensysteme, die Planeten und die Erde nahmen Gestalt an, geschaffen durch die gleichen Gedankenschwmgungen aus dem gleichen Lebensstoff, der dem Geiste Gottes entstammte. Die Pole der positive und der negative, um die sich die Erdedreht waren die Hauptstützen. Das Atom, aus negativen Elektronen aufgebaut, die positive Protonen umkreisen, war der Baustein. Jedes Atom, jede Zelle ist em Kosmos für sich und wird angetrieben von dem gleichen lebens spendenden Geist; nicht durch den Schöpfer, sondern durch die Manifestation des Schöpfers.

Der Kosmos wurde geformt nach und auf der Grundlage von Gesetzen, deren Äußerungen bekannt geworden sind als Musik, Arithmetik und Geometrie; sie bewirkten Harmonie, Ordnung und Gleichgewicht. Durch den Wechsel der Schwingungsverhältnisse -der Wellenlänge und der Frequenz sozusagen entstanden unterschiedliche, ja veränderliche Bewegungen, Modelle, Formen und Stoffe. Damit begann das Gesetz von der Ungleichheit zu wirken, das unaufhörlich Muster für ein Universalmodell entwirft. Auf diesem Gesetz beruhen die großen Teilungen in Kraft und Materie.

Jedes Modell enthält von Natur aus seinen eigenen Entwurf, zu wachsen und sich zu entwickeln, der dem Klang eines bestimmten musikalischen Tones entspricht. Töne vereinigen sich zu Akkorden; aus Akkorden werden Sätze, aus diesen Melodien, die sich mit-und untereinander vermischen, bis eine Symphonie entsteht. Vor und zurück, hin und her spielte der Geist Gottes auf dem Universum; unbegrenzt innerhalb des Spielraums der Phantasie seines all-schöpferischen Geistes.

Alle Materie bewegte und veränderte sich, nahm die ihrer Schwingung gemäße Gestalt an und überließ sich der vom Gesetz der Anziehung und Abstoßung, des Positiven und des Negativen entfachten Aktivität. So war jedes Ding, das im Hiersein entstand, eine Erscheinungsweise des Geistes -des Geistes des Schöpfers.
Jede Materie bindet Geist, der elektrisierend und magnetisierend in ihr fortwirkt; infolge der unterschiedlichen Schwingungszahlen oder Geschwindigkeiten manifestiert er sich in verschiedenartigen Formen. Jeder auf der stofflichen Ebene existierende Zustand hat sein Gegenstück als Modell auf der kosmischen oder geistigen Ebene. Alle Macht entstammt einer Kraft. Geistige Dinge und materielle Dinge sind im innersten Wesen dasselbe, obwohl sie sich in der Manifestation oder im Ausdruck unterscheiden.
Im Universum aller Welten ist auch die Erde nur ein Atom.

Das Sonnensystem umschließt mancherlei andere Dimensionen oder auch andere Formen von Bewußtseinszuständen. Obgleich jede Dimension ihren eigenen Gesetzen unterliegt, beherrscht die gleiche Macht, die die Erde regiert, auch die anderen Planeten, die Sterne und die Sternbilder, denn alle werden sie von dem gleichen Gesetz der Anziehung und Abstoßung im Weltraum gehalten. Die Erde repräsentiert als dritte Dimension das Erprobungslaboratorium für das ganze System. Die anderen Planeten -Merkur, Mars, Venus, Jupiter, Saturn, Neptun, Uranus -hatten ebenfalls ihre Rolle zu spielen im Plan der Evolution der Seele, wenn auch in anderer Weise, als man später annahm.
»Der Erdenplan zuerst eine Masse vibrierender Hitze, aus der sich ein brodelnder Nebel erhob -siedeI te sich an als eine Begleitwelt im Universum der Wehen. Als ihre natürliche Rotation begann und sie sich langsam zur Sonne hin bewegte, empfing sie zugleich den Anstoß, der die Elemente erwachen und die vielgestaltigen Formen des Lebens hervorbringen ließ.«
(Fall Nr. 364-6)

Die Gesetze der schöpferischen Kräfte gelten immer und überall. Das erste ist das Gesetz der Liebe, das zweite das Gesetz der Fortpflanzung und Ausbreitung, das dritte das Gesetz der Evolution oder des Wachsens und der Entwicklung. So ist der Geist Gottes, die schöpferische Kraft, über das Gesicht der Erde hinweggegangen, und aus dem Chaos heraus trat die Schönheit der reinen Natur in all ihrer Herrlichkeit.
Cayce sagte: »Der Geist Gottes umschließt die eine ganze Lebenskraft mit ihrem universell gewachsenen, Geist genannten Anteil in all ihren Daseinsformen, in allen Entwicklungszuständen, in all ihren überzeugungen und individuellen Anschauungen, wir selbst eingeschlossen. Dennoch besitzen wir in unserer physischen Gestalt nicht nur den dem Schöpfer eigenen Geist, sondern eher Geist von der Art, die auch im Materiellen wirkt.«
(Fall Nr. 792-Ca)

»Der erste Grund war, daß das Geschöpf der Genosse des Schöpfers sein würde; das bedeutet, die Kreatur sollte sich in ihren Lebensäußerungen des Schöpfers nicht nur würdig, sondern auch als gesellig und umgänglich erweisen. Daraus folgt, daß jede Form von Leben, die der Mensch in der stofflichen Welt wahrnimmt, elementarer Bestandteil oder Manifestation nicht des Schöpfers, sondern des ersten Grundes ist."
"Wenn eine Seele die Abkömmling des Schöpfers ist -in ein Bewußtsein eintritt, das eine Manifestation auf irgendeiner Ebene oder in einer Sphäre der Aktivität ist, wird sie begabt mit dem freien Willen zum Gebrauch solcher Fähigkeiten oder Qualitäten, denn diese sind die Voraussetzungen für ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Sie wird dann demonstrieren und dokumentieren, was sie durch ihre Aktivität während ihres Wirkens in ihrem Verhältnis zum ersten Grund widerspiegelt.«
(Fall Nr. 364-Sd-l)

Die Obhut der Erdensphäre war Amilius übertragen worden. Die Reiche der Mineralien, der Pflanzen und der Tiere blühten und gediehen lange bevor der Mensch auf dem Erdenplan erschien. Sie wurden gelenkt und beherrscht von unwandelbaren Gesetzen, die schon in Kraft gesetzt waren. Die noch im Geistigen wurzelnden Seelen wurden von der Materie angezogen und drängten sich in großer Anzahl in die neuen, äußeren Bereiche herein. Die Erde war auf ihrem Wege nur eine von vielen Sphären, von denen sie angezogen wurden.

Seelen, die immer noch im Geistigen -vom irdischen Plan angezogen wurden, beobachteten die verschiedenen Formen des tierischen Lebens und der irdischen Verbindungen. Sie schwebten darüber hin, betrachteten den zunehmenden Uberfluß der Dinge auf der allmählich abkühlenden, aber noch tropischen Erde. Sie sahen die Fruchtbarkeit des Bodens und wollten sie genießen; sie bemerkten das Geschlechtsleben der Tiere und wollten es kennenlernen. Als ihr erwachendes Begehren sie dazu trieb, nun ebenfalls ihren Ausdruck in der Materie zu suchen, nahmen sie mehr und mehr am materiellen Dasein teil: sie wur44

den Verzehrer und Ernährer ihrer physischen Umwelt.
Da Seelen infolge ihres Selbstbewußtseins auch gegenüber Gott Standpunkte vertraten und fähig waren, zu sein, wie Gott ist, spielten auch sie Schöpfung -den Schöpfer nachahmend. Auf diese Weise wurden sie von ihren eigenen schöpferischen Kräften, mit denen sie von Anfang an begabt gewesen waren, in Anspruch genommen. Sie ahmten nach die Tiere auf den Feldern und die Vögel in der Luft, Leiber sich erträumend, die zu bewohnen ihnen als Vergnügen erschien.

Gedanken sind Taten; so strömten auch diese Wünsche schließlich ein in die Materie und konnten sich verwirklichen, denn von Anfang an waren dem Menschen die Hilfsmittel der ganzen Schöpfung verfügbar. Diese so erdachten Formen waren zwar ihrer Natur nach zuerst nur Vorstellungen und entstanden, als sie sich aus sich heraus abstießen, wie jedes dieser Bilder auch immer beschaffen sein mochte -vergleichbar dem Verhalten des Atoms, das im Augenblick seiner Spaltung zwei noch vollständigere Atome bildet; oder dem Wachsen der Amöben im stehenden Wasser eines Teiches, die sich unablässig vermehren. Als die Befriedigung ihrer sinnlichen und materiellen Begierden jedoch Gestalt annahm, verhärteten oder erstarrten die Gedankenformen selbst zu Materie und nahmen die Farben ihrer Umwelt an
ähnlich wie ein Chamäleon sich anpaßt und die Farbe seiner Umwelt annimmt.

Die Gesinnung einer Seele gab sich zu erkennen in der Art ihres dominierenden Betätigungsdranges, oder in der Richtung, im Wachsen ihrer Ausdehnung. Die Tatsache, daß das Geistige sich immerfort in und mit Materie zu äußern und zu verbinden versuchte, machte eine Teilung der geistigen Kraft notwendig. Diese gipfelte in den drei Phasen des Denkprozesses: im bewußten Gedanken, der Aufbau, Gebrauch und Kontrolle der Materie lenkt; im unterbewußten oder unbewußten, dem »Zwischenraum«, der die Erinnerungen speichert; und im Oberbewußtsein, das ausschliefUich dem Seelen-Geist vorbehalten ist. Doch sind dies nicht drei selb~tändige Sinne, sondern es sind eher die Funktionen eines Denkens auf drei verschiedenen Ebenen. Zwischen dem Bewußten und dem überbewußten scheint ein ständiger Kriegszustand zu herrschen, ein Streben nach Gegensätzen. Aber am Ende wird das überbewußtsein siegreich sein.

Als die Seelen ihre Vorrechte gebrauchten und mißbrauchten, wurde zugleich der höchste und der niedrigste Gebrauch von den göttlichen Kräften gemacht. Die wenigen, die den Weg zu erkennen suchten, erhielten Führung und Unterweisung, wie sie wirklich Strebenden immer zuteil wurden; die große Masse jedoch wandte sich vorsätzlich ab, beschränkte sich auf die Befriedigung ihrer eigenen Begierden. Diese alle wurden verführt.
Chaos entstand nicht nur durch die angenommenen Formen, sondern aus dem Mißbrauch geistiger Kräfte. Das Männliche und das Weibliche entstanden. Dies war die Trennung der Geschlechter, die Teilung der Natur des »Menschen« in positive und negative Kräfte.

Das erste Weib, die Vorgängerin der Eva, wurde Lilith genannt; eine zusammengewürfelte Masse von Mißgestalten wird auf sie zurückgeführt. Die Zyklopen und die Satyre, Zentauren, Einhorn und verschiedene andere Formen, wie sie in der Mythologie erwähnt werden, mit tierischen Körpern und menschlichen Köpfen. Auf diese Weise gelangten viele der die Erde umschwebenden Seelen in Körper, die Projektionen ihrer eigenen geistigen Schöpfungen waren -und vermehrten eine Rasse von Ungeheuern.
Ihre Körper waren ihre eigenen Schöpfungen, nicht die Gottes. Diese waren die Töchter der Menschen, die Riesen auf der Erde des Alten Testaments. So entstand der unheimliche verderbte Zustand einer Daseinsform, die aber zugleich zum Anfang einer neuen Periode der Evolution der Seele wurde -der lange Kampf um den Sieg des Geistes über die Materie.
Die Ungeheuer durchstreiften die Erde und vermischten sich mit den Tieren. Das Geschlechtliche, symbolisiert von der Schlange, war der beherrschende Faktor. Durch ihre Nachkommen wurden immer wieder und wieder Seelen hineingeboren in ein Gefängnis aus Materie, aus dem sie sich nicht selbst zu befreien vermochten. Eingeschlossen in diesen grotesken Körpern trieb der Mensch als solcher immer weiter weg von seinem Ursprung, dem harmonischen Dasein in Frieden und Liebe, das ihm zu eigen gewesen war. Dies hatte er mutwillig verspielt um der selbstsüchtigen Befriedigung des Geschlechtlichen willen; und er hatte es bewirkt durch seinen das Geistige zerstörenden Mißbrauch schöpferischer Kräfte für sich selbst. Das war die Ursünde des Menschen.

Nur auf der Erde nahmen Seelen Materie an und wurden Physis. In anderen Sphären und Bereichen anderen Bewußtseinszuständen wechselte der Plan für die Evolution des Geistes. Nur auf dem physischen, dreidimensionalen Plan erfordert der übergang von einer Ebene zu einer anderen den Vorgang, den wir Geburt und Tod nennen. Die Seele, der Geist Gottes im Menschen, war von Anfang an unsterblich. Sie wird nicht geboren und stirbt nicht, denn Seelen sind wie Elementarteilchen im Körper Gottes, im Ganzen.
Amilius, unterstützt von geistbewußten Seelenwesenheiten aus anderen Bereichen den »Söhnen des Allerhöchsten« -, griff ein in diese mißglückte Evolution, die der Erdenmensch sich selbst bereitet hatte. Aus den verschiedenen physischen Formen auf Erden wurde ein Leib gebildet, der den Bedürfnissen des Menschen am ehesten entsprach. Dies war ein Körper, der helfen würde, statt zu behindern, im Ringen um das Eins-Werden mit dem Schöpfer.

Aus eigenem Entschluß stieg Amilius nun selbst in die Materie hinab und wurde Adam, ein Mensch aus Fleisch und Blut, der erste der vollkommenen Rasse, der erste der Söhne Gottes im Widerstand gegen die »Töchter der Menschen«, die groteske Nachkommenschaft der Vermischung. Dies war der Grund für die Ermahnung, die Rasse rein zu halten, denn »die Söhne Gottes schauten an die Töchter der Menschen und sahen, daß sie schön waren«. (Gen. 6, 2).

Adam war eine Individualität, aber er war auch mehr; er war das Symbol für die ganze Menschheit, für die fünf Wurzelrassen. Eva dagegen wurde nur geschaffen als ideale Gefährtin für Adam, zur Teilung der geistigen Natur des Menschen in Positives und Negatives. So war Eva auch die symbolische »andere Hälfte« der Natur des Mannes bei allen Rassen. Sie war die letzte der wichtigen Schöpfungen.
In der Frau äußerten sich das Negative und die Empfänglichkeit; das Positive war unterdrückt. Im Manne waren das Positive und das Schöpferische ausgedrückt und das Negative unterdrückt. Denn zuerst waren die Söhne Gottes, die Seelen, androgynischer Natur, sie vereinigten in sich das Männliche und das Weibliche. Die erste Gefährtin Adams, Lilith, war eine Projektion in die tierische Welt diente als Mittel einem Zweck: der Befriedigung der Begierden, die sich entwickelt hatten. Mit der Umkehr zu den Plänen des Schöpfers aber, der Wendung nach innen zu den schöpferischen Impulsen, war die Erschaffung Evas notwendig geworden als der Gefährtin und des Ausgleichs auf dem langen Wege des Ringens zurück zu GOtt, der nun begann. Eva wurde von Gott geschaffen und entstand in einem Augenblick aus der bereits existierenden Seelenwesenheit. "Gott sagte, es werde Leben, und da ward Leben.«
Durch Eva, die vollkommene Ergänzung Adams, gab es einen Weg zur Fortpflanzung der vollkommenen Rasse. Schon Kain wurde von physisch vollkommenen Eltern geboren. Adam und Eva, mit ihren Zeitgenossen, waren besondere Schöpfungen und nicht Evolution aus dem, was schon geschaffen war. Der Mensch entwickelte sich nicht aus dem Affen.
Die ganze Erde war vorbereitet gewesen auf das Kommen des Menschen. Die unveränderlichen Gesetze der Natur waren eingesetzt worden zur Erhaltung seines Lebens. Durch das Gesetz der Relativität sammeln Mann und Frau Erfahrungen. Das Positive und das N egative, Tag und Nacht, Hitze und Kälte, Gut und Böse alles wird erkannt durch die fünf physischen Sinne über die Schlußfolgerungen des Verstandes.
Dennoch aber bewahrte der Mensch stets -auch unwissentlich
den sechsten, siebten und achten Sinn in sich. Dies sind die psychischen oder außersinnlichen Elemente der Seele, die sich allmählich in den Hintergrund zurückgezogen haben, als der Mensch mehr und mehr in die Materie eindrang.

Das Eindringen der vollkommenen Rasse in die Materie geschah nicht nur im Garten Eden -von dem es in den Readings heißt, daß er im Iran und im Kaukasus gelegen sei -, sondern es ereignete sich an fünf verschiedenen Orten der Erde zur gleichen Zeit.
Diese fünf Okkupationen innerhalb des irdischen Lebensraumes entsprechen den fünf physischen Sinnen, die überwunden werden müssen, bevor die geistige Vollkommenheit wiedergewonnen werden kann. Zu jener Zeit gab es 133 Millionen Seelen auf der Erde. Die weiße Rasse lebte im Iran und erstreckte sich bis zum Kaukasus hin, am Schwarzen Meer entlang und über die Karpaten in Mitteleuropa. Die gelbe Rasse befand sich dort, wo sich in Ostasien später die Wüste Gobi ausbreitete. Die schwarze Rasse lebte im Sudan und im oberen Westafrika. Die braune Rasse war in den Anden und in Lemuria, dem Kontinent, der damals im Gebiet des heutigen Pazifischen Ozeans lag. Die rote Rasse besaß Atlantis und Amerika.
Die Umwelt und die klimatischen Bedingungen bestimmten die Färbung der jeweiligen Rasse. Denn alle Völker, ohne Rücksicht auf ihre Hautfarbe, waren eines Blutes und Mitglieder der »vollkommenen Rasse«. Mit Hilfe ihrer Färbung paßten sich die Menschen lediglich den äußeren Lebensbedingungen an, die es zu bewältigen galt, und symbolisierten das den Menschen einer jeden der sogenannten Wurzelrassen eigene Hauptmerkmal. Innerhalb der weißen Rasse waren der Gesichtssinn und die Sehkraft vorherrschend oder betont; bei der roten waren es Gefühl oder Emotion; bei der gelben das Hören; bei der schwarzen Befriedigung der Begierden und Freude am Genuß; und bei der braunen überwog der Geruchssinn.
Die Juden, als Volk, entwickel ten sich erst zu einem viel späteren Zeitpunkt. Die Agypter traten ebenfalls später auf als Ergebnis einer Vermischung der roten, schwarzen und weißen Rassen, ungefähr um 10000 v. ehr.
Der Kontinent Atlantis war das wichtigste Landgebiet der Erde und der Mittelpunkt der ersten Zivilisation. Mit dem zweiten Einströmen von Seelen -das heißt dem Auftreten der .........